Thema: So geht’s: Tipps & Tutorials

verständliche Anleitungen rund ums Publizieren im Web

Claudia Klinger am 09. Juli 2013 — 2 Kommentare

Zurück zu den Basics! Ein Blog sucht sein Thema

Ja, hier hat es eine längere Pause gegeben und ganz grundsätzlich fehlt dem WWMAG so ein bisschen die inhaltliche Linie. Es reizt mich nicht wirklich, das gefühlt 999ste Blog zu irgendwelchen Netzthemen zu schreiben, die gerade als „Welle“ durch Twitter, Rivva, FB und massenweise Tech- und Medienblogs geistern. Und wenn ganz große Dinge passieren, die mich wirklich umtreiben, fühle ich mich eher motiviert, darüber in meinem „Hauptblog“ zu schreiben: im Digital Diary, das nun schon sein 15.Jahr „erlebt“.

Grundwissen vom Internet

Was wird also aus dem WWMAG? Meine Idee ist, zu den Basics zurück zu kehren und Grundwissen vom Internet zu vermitteln (das hab ich FRÜHER schon mal intensiv betrieben). Für Urgesteine wie mich und andere Netz-Affine mag das Vorhaben seltsam, ja überflüssig erscheinen, doch bemerke ich immer wieder, wie wenig viele der in den letzten 5 Jahren eingestiegenen User/innen vom Netz und seinen Basistechniken wissen. Das liegt an den bequemen Tools, die vermeintlich alles abnehmen, so dass man „ganz intuitiv“ z.B. auf blogger.com bloggen kann – von Netzwerken wie Facebook ganz zu schweigen.

Das ist ja auch alles wunderbar einfach, ABER: ich hab‘ nicht nur einmal bemerkt, dass es Blogger/innen gibt, die nicht mal einen Link in ihren Text setzen können! Weder „händisch“, noch mittels Nutzung der Buttons in der Eingabemaske. Andere schaffen es nicht, beim Kommentieren ihre Adresse mit dem Namen zu verbinden, sondern schreiben dort einfach den Blognamen hin, wundern sich dann vermutlich, dass der „Link“ ins Leere bzw. zu einer Fehlermeldung führt.

Dass es auch vielfach möglich ist, in einem Blogkommentar Links zu setzen, ohne einfach die URL (das ebenfalls vielen unbekannte Wesen) einzukopieren, gehört mittlerweile offenbar schon zum entlegenen Geheimwissen erfahrener Nerds! :-)

Demnächst also an dieser Stelle: Alles über Links und URLs.

Claudia Klinger am 07. Januar 2013 — 10 Kommentare

Zum Jahr der Blogs: Sieben Verbesserungsvorschläge

Vermutlich würde dieser Beitrag mehr Leser finden, würde ich ihn mit „Die sieben übelsten Blogger-Sünden“ oder ähnlich betiteln. Mache ich aber nicht, denn erstens mag ich Blogs, zweitens formuliere ich lieber Verbesserungsvorschläge und drittens wäre es maßlos übertrieben. Es gibt Schlimmeres als die Design- und Text-Defizite, die mir gerade vor Augen stehen, doch sind sie durchaus geeignet, neue Blogleser auf Dauer abzuschrecken.

Alsdenn:

  1. Bitte keine Headlines, die nur dafür da sind, „Klickvieh“ anzuziehen, wogegen der Artikel selbst dann nichts, aber auch gar nichts bringt, das die Überschrift rechtfertigt (manchmal sogar noch kokett explizit ausgesprochen: Ha, diese Headline konntest du nicht ignorieren!). Als Lesende fühle ich mich da einfach verarscht und der Blogger sammelt Minus-Punkte.
  2. Eine lesbare Schriftgröße wäre schön! Die Zeiten von „1024×768“ als meistverwendete Bildschirmauflösung sind lange vorbei. (Sogar in meinem Gartenblog surfen nur 22% der Leser mit einer Auflösung von 1024×1276 und darunter – inkl. mobile). Leider scheinen das manche noch nicht gemerkt zu haben. Ganz schlimm ist es bei jenen Blogs, die schon auf 1024 an der unteren Grenze der Lesbarkeit lagen – da sieht man dann nurmehr „Fliegenschiss“.
  3. Lesbarkeit vor Farbenliebe! Es gibt tatsächlich noch Blogs, die grüne Schrift auf roten Untergrund schreiben – das ist schon fast Körperverletzung. Verbreiteter als diese zum Glück seltenen Ausnahmen ist das beliebte „mittelgrau auf dunkelgrau“ oder umgekehrt. Manchmal zeigt sich das Desaster erst im Kommentarfeld: ich erlebe immer wieder mal, dass ich nicht sehe, was ich schreibe – erst die Markierung/Hervorhebung macht es lesbar. Gruslig und nicht gerade zum Kommentieren einladend!
  4. Eine unmittelbare Reaktion auf einen abgesendeten Kommentar sollte schon sein. So etwas wie „Danke für deinen Kommentar. Ich werde ihn baldmöglichst frei schalten“. Statt dessen lassen nicht wenige Blogs die Kommentierenden im Unklaren, indem einfach nur wieder die Artikelseite angezeigt wird. Da fragt man sich dann: Hat das jetzt geklappt oder ist mein Kommentar ins Nirvana verschwunden? Auch nicht gerade motivierend.
  5. Vor dem Veröffentlichen nochmal durchlesen hilft! Oft fehlen ganze Wörter, Rechtschreibfehler verunzieren den Text, Links führen auch bei aktuellen Artikeln ins Nirvana – all das sind lässliche Fehler, die schon mal passieren können. Sie einfach stehen zu lassen bzw. nicht nochmal zu kontrollieren, zeigt mir als Leserin, dass der Blogger sein Tun nicht wirklich ernst nimmt. Da vertraue ich dann auch dem vermittelten Inhalt nicht unbedingt und zum Stöbern nach mehr regt es erst recht nicht an.
  6. Kein Zwangseinloggen über Dritte: Die Möglichkeit mit „Name/URL“ zu kommentieren, wird leider von vielen Blogs gar nicht mehr angeboten. Man soll mittels Facebook, Google oder Disqus kommentieren, was viele ausschließt, die keinen solchen Account haben oder aber ihre Kommentardaten diesen Diensten nicht auch noch in den Rachen werfen wollen. Zudem sollte ein Backlink/Namenslink zum eigenen Blog schon drin sein, damit Leser auch mehr von einem Kommentierenden lesen können, wenn sie wollen. Gerade der Vernetzungsgedanke sollte in der Blog-Welt wieder mehr Berücksichtigung finden. Ich surfe z.B. immer noch gerne von Blog zu Blog, nicht aber von FB-Profil zu G+-Profil.
  7. Ein eigener Gedanke zum Thema wäre schön, bloßes hinterher Schreiben nervt! Wer z.B. öfter die Blog-Resonanzen auf Rivva.de verfolgt, landet nicht selten auf Blogs, die einfach nur dasselbe kurz anreissen, was im Hauptartikel stand – mit Link dorthin, aber ohne eigene Stellungnahme oder sonstige Vertiefung des Themas. Für solches „Link schleudern“ eignen sich Twitter & Co. deutlich besser. Auf einem Blog ist das eher enttäuschend, insbesondere, wenn man den Erst-Artikel gelesen und auf „weitere Diskussion“ gehofft hat.

Als das Web noch in den Kinderschuhen steckte und man auf jeder Webseite mit der Maus nach unter Grafiken versteckten Links suchen musste, gab es noch keine User-Erwartungen, also auch keine Enttäuschungen, wenn etwas nicht gleich verständlich und einfach nutzbar war. Das ist heute anders, deshalb gelten Blogs vielen nicht ganz so Netz-affinen Lesern als „zu kompliziert“. Dagegen können wir aber etwas tun, indem wir unsere Blogs immer mal wieder Test-Usern zeigen, die nicht zum direkten Umfeld der Stammleser gehören. Finden sie sich zurecht? Würden sie auf diesem Blog kommentieren oder gerne erfahren, wenn es einen neuen Artikel gibt? Wenn nein, warum nicht? Über die Jahre schleicht sich Betriebsblindheit ein, der so immer mal wieder entgegen gewirkt werden kann.

Ich nehme mich aus der eigenen Blog-Kritik nicht aus und werde 2013 nutzen, alle meine Blogs in diesem Sinne zu checken und sie erforderlichenfalls wieder auf einen aktuellen Stand bringen. Nicht nur unter der Haube, sondern auch in Bezug auf das Theme: mehr Support für unterschiedliche Bildschirmgrößen und Auflösungen stehen da ganz vorne in der Liste der ToDos.

Wer mag, ist übrigens herzlich eingeladen, die Liste der Verbesserungsvorschläge in den Kommentaren zu ergänzen!

Claudia Klinger am 02. Oktober 2012 — (Kommentare geschlossen)

Linkaufbau-Tipp: ARTE-Videos verlinken!

Als ich heute im Digital Diary über das „dahin dümpeln“ meines Blogs zur Kunst des Alterns schrieb, schaute ich bei der Gelegenheit mal in die Statistiken. Ich hatte für dieses Blog noch nie bewusst „Linkaufbau“ betrieben, also interessierte mich auch, woher die wenigen Besucher so kommen.

Dabei bin ich auf diese Quelle gestoßen: die ARTE-Seite zum Film „Wolke 9“, den ich in einem Blogpost auf Kunst des Alterns eingebunden hatte. Rechts unten findet sich eine Rubrik „Verweise“ mit einer kleinen Liste der Seiten, die auf dieses Video verlinkt haben – gleich vier davon führen auf mein Blog. Es sind normale Follow-Links, richtig nett von ARTE und eine echte Win-Win-Situation.

ARTE-Filme sind es oft wert, weiträumig verlinkt zu werden. Der Nischensender gehört zum besten, was das alte Medium Fernsehen noch zu bieten hat. Und wenn es auch noch belohnt wird…. :-)

Es muss nicht immer YouTube sein…

Als Beispiel hier mal ein toller Film über Weißkopfadler – teilweise „fliegt man mit“, da ihnen eine Cam verpasst wurde:

Mal schauen, wie lange es dauert, bis der Backlink auftaucht… [update: hat geklappt!]

Rechts oben auf jeder Video-Seite gibts auch eine Suchfunktion, mit der man sich Videos zum gewünschen Thema heraus suchen kann – es braucht aber Geduld, das Teil ist unendlich langsam!

Claudia Klinger am 12. September 2012 — 11 Kommentare

Wie man mit „Geld verdienen im Internet“ seriös Erfolg haben kann

Eigentlich tut man gut daran, die Phrase „Geld verdienen im Internet“ eher zu vermeiden: zu obskur sind die hierfür angepriesenen Methoden, die oft genug darauf hinaus laufen, dass der Interessent zahlt und die unzähligen Anbieter von E-Bools und Kursen reich macht.

Dass es trotz der massenweisen Nutzung des Mems möglich ist, mit einem guten Info-Artikel zum Thema (Geld verdienen im Internet – der große Beschiss!) in die TopTen der Suchergebnisse bei Google zu kommen, hat Martin Mißfeld (tagseoblog.de) vorgemacht. Weiter → (Wie man mit „Geld verdienen im Internet“ seriös Erfolg haben kann)

Claudia Klinger am 17. Juni 2011 — (Kommentare geschlossen)

Sieben Tech-Tipps rund um Blogdesign und Ausbau

Mal wieder ein paar Surftipps zum Wochenende, diesmal rund ums Bloggen:

Claudia Klinger am 29. April 2011 — 4 Kommentare

Blogging-Tipp: Die Leser leiden lassen?

Sind Leser Masochisten? Glaubt man Jürgen Schnick, dann tut man gut daran, die Leser im Rahmen eines Postings erstmal ordentlich leiden zu lassen, bevor man „die Lösung“ als Befreiung vom mitgefühlten Schmerz präsentiert.

In seinem Beitrag „Was Liebesromane Ihnen über wirkungsvolles Schreiben beibringen können“ berichtet er von seinen Erfahrungen beim Schreiben von vier Liebesromanen: Nicht das große Glück des Zusammenfindens eines Liebespaares ist der Kern gut vermarktbarer Storys, sondern der Schmerz, die Trennung, böse Intrigen und allerlei Schwierigkeiten und Probleme, die über weite Strecken das Happy-End behindern. Im Abschnitt „Lass sie richtig leiden“ heißt es: Weiter → (Blogging-Tipp: Die Leser leiden lassen?)

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