Hans Bindewald am 21. Februar 2017 — 1 Kommentar

Der ultimative Unsinn

Mehr als 40 Jahre hat sich niemand für mein Großes Latinum interessiert.  Was bringt es schon zu wissen, dass der Monat vorüber ist, wenn ‚Ultimo‘ erreicht ist? An ein Ultimatum, das man mir gestellt hat, kann ich mich zum Glück nicht erinnern – niemand war gewzungen, so weit, also bis zum äußersten zu gehen. Und das Adjektiv  ‚ultimativ‘ habe ich immer so verstanden, dass das Letzte, das Äußerste erreicht war, dass es da einfach nicht weiter ging.

Bei einem ultimativen Text bedeutet das ja, dass auch das Äußerste erreicht ist, dass da nichts mehr zu verbessern ist. Es liegt wohl am geringen Selbstbewußtsein, dass „ultimativ“ nicht zu meinem aktiven Sprachschatz gehört.

Ich bin einfach nicht gut genug, um ultimative Anleitungen, Leitfäden, Übersichten, Listen, Ideen, u.s.w. zu schreiben. Heute morgen bin ich dann noch über die „Ultimative Social-Media Checkliste“  gestolpert. Interessanter Artikel – aber ob es da wirklich gar nichts mehr zu verbessern gibt?

Jetzt zeigt sich, dass einem Latein nicht nur nix hilft, sondern auch noch leichtes Grimmen im Bauch verursachen kann. Lasst es eure Kinder nicht  lernen; dann können sie einfach weiter ultimativ drauf los schreiben, ohne genau zu wissen, was sie eigentlich absondern.

 

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Ein Kommentar zu „Der ultimative Unsinn“.

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