Claudia Klinger am 21. November 2007 —

Web 2.0 für Ältere – gar nicht so einfach!

Auf die Idee, mal nach Netzwerken für Ältere zu schauen, kam ich bei der Besichtigung einer Community, die sich – wie die meisten – massiv an Jugendliche wendet: Townkings.de ist an sich eine innovative Plattform, die es ermöglicht, den eigenen Standort und auch andere Standorte auf einer Google-Map einzutragen. So ist es theoretisch möglich, Leute aus der ganz realen Nachbarschaft kennen zu lernen, sofern es da überhaupt Mitglieder gibt. Gute Idee mit einigem sozialen Potenzial, doch wegen der Ausrichtung auf die beschränkten Interessen der jugendlichen Zielgruppe (Unterhaltung, ausgehen…) für mich nicht interessant. Dass das Ganze auch noch in Flash programmiert ist, macht es zudem für alle, die den Umgang mit normalen Webseiten und Blogs nicht missen wollen, ziemlich unattraktiv (ein Klick auf die Zurück-Taste und man ist ausgeloggt!).

Vom Quantensprung, der möglich wäre

Man stelle sich nur mal vor, so ein Tool wäre neutraler gestaltet, nicht mit blöden Spielchen verbunden (man startet als „Leibeigener“ und kann sich zur Townqueen „hochdienen“… !) und würde wirklich von vielen Menschen aller Altersgruppen genutzt! Nachbarschaftshilfe, ehrenamtliches Engagement, Stadtplanung, Bürgerinitiativen, soziale Einrichtungen, Vereine und Initiativgruppen, Mieter, Hausverwaltungen, Investoren, Familien, Alte, Gewerbetreibende, Ärzte – wenn all diese ganz realen Tätigkeiten und Interessen, die weit über „Fun & Ausgehen“ hinaus reichen, in einer Web 2.0-Community „Standort-genau“ transparent würden – wow, ein Quantensprung! Das wäre dann ein wirklich „soziales Netzwerk“ und nicht bloß der nächste Versuch, eine leicht zu definierende Zielgruppe zu versammeln und irgendwann mittels Premium-Features und Werbung abzukassieren.

Umworbene „Silversurfer“

Über einen Artikel von Top-Blogger Robert Basic (Silver-Surfer dürfen nun auch kuscheln) wurde ich dann auf diverse Projekte aufmerksam, die sich speziell an ältere Menschen (Silver Surfer, Golden Ager, Best Ager…) wenden. In die lange marktführende Community „Feierabend.de“ hatte ich schon im Jahr 2005 mal reingeschaut und mich gleich wieder verabschiedet: allein schon der Name schreckt ja ab! Einerseits „Feierabend“, andrerseits „das große soziale Netzwerk für Menschen ab 50.“ Wie kommt man bloß auf die Idee, dass „Feierabend“ etwas ist, das Ältere anzieht? Wer will sich denn heute noch abseilen vom Geschehen, bloß weil man die 50 überschritten hat? Wer in Zukunft zu früh Feierabend macht, hat mit großer Wahrscheinlichkeit im höheren Alter nicht mehr viel zu lachen (weder finanziell, noch gesundheitlich, noch psychisch!). Warum diesen Geist des Sich-Ausklinkens also noch medial unterstützen?

Feierabend.de – mal reingeschaut

Eine kleine Review anlässlich dieses Artikels stimmt mich ein wenig milder. Immerhin geht die Community offen mit ihren Daten um: es gibt 121657 Mitglieder, von denen gerade über 1000 online sind. Im Profil ist die Angabe der eigenen Homepage möglich, was nicht selbstverständlich ist, denn manche Betreiber „sozialer Netzwerke“ wünschen kein Geben & Nehmen und verhindern Links nach außen. Auf Feierabend.de gibt es auch Regionalgruppen, die von Mitgliedern moderiert werden. Ein kurzes Querlesen der Artikel und Foren zeigt, dass die Inhalte über den üblichen „Katzenkontent“ doch weit hinaus reichen: Geld & Finanzen (ja, diese Altersgruppe hat MEHR davon als die vielfach umworbenen Fun-Jugendlichen!), aktives Leben, Kunst & Kultur, Computer & Internet – und die Mitglieder können „Zirkel“ einrichten mit eigenen Themen. Alles in allem scheint da eine recht aktive Stamm-Usergruppe zu existieren, die die Community lebendig macht. Was mir fehlt ist der komplett ausgesparte Bereich der Arbeit und des Wirtschaftens – na klar, heißt ja auch „Feierabend“!

Iquarius.de: aktiver Ruhestand

„Wir glauben, dass immer mehr Menschen ihren Ruhestand nicht mehr „ruhig stehend“ verbringen wollen, sondern aktiv und engagiert. Wir glauben, dass Arbeit in dieser Lebensphase erfüllt sein kann im Sinne einer Berufung und nicht mehr in Form einer wertschöpfenden Tätigkeit“ heißt es im Intro-Text zur Idee von Iquarius.de, einer Community, die sich noch in der „öffentlichen Testphase“ befindet. Man will die Mitglieder vom Start weg an der Entwicklung beteiligen – ein sympathischer Zug! Aber aus dem Wertschöpfungsprozeß soll man schon ausgestiegen sein, warum eigentlich? Zum einen starten viele Ältere nochmal neue Projekte und Unternehmungen, zum anderen stellt sich die Frage: werden durch das soziale, kulturelle und politische Engagement älterer Menschen etwa KEINE WERTE geschöpft???

Nun ja, die stolperfreie Ansprache älterer Menschen ist ein Minenfeld, zugegeben. “Iquarius.de macht die intelligente Vernetzung von Menschen möglich, die sich vom traditionellen älter sein verabschieden wollen”, sagt der Betreiber Florian Wagner, ehemals Manager bei Gruner + Jahr und der Verlagsgruppe Holtzbrinck. Die Community bietet umfangreiche Suchmöglichkeiten entlang an verschiedensten Interessen wie Engagierte Freizeit, Kultur, neue Wohnformen und Sport, die allerdings noch auf drei Ergebnisse beschränkt ist. Erst ab 2008 gibt’s für Premium-Mitglieder die unbeschränkte Suche für einen Mitgliedsbeitrag von 4 Euro im Monat. Mein Fazit: mal weiter beobachten…

Platinnetz.de: für Junggebliebene

Mein letzter Besuch gilt dem (kostenlosen) Platinnetz, das ohne Frage optisch die ansprechendste Gestaltung mitbringt: Aufgeräumt, zeitgemäßes Webdesign ohne Schnickschnack, dafür Bilder von Menschen, die nicht nach Stützstrumpf und Ruhestand aussehen. Es gibt Foren und Artikel über Gesundheit & Ernährung, Kultur & Wissen, Partnerschaft & Liebe („Sex im gewissen Alter“, „BDSM“, „Liebe und Dating“), Computer & Technik, sowie Allgemeines & Unterhaltung. Ganz angenehm – und kaum bin ich drin, bekomme ich auch schon Grußbotschaften von allerlei allein stehenden Männern. Diese Community erscheint mir deutlich mehr als die anderen (auch) auf Partnersuche ausgerichtet, dafür werden Themen wie Arbeit, gesellschaftliches Engagement, Politik etc. zumindest von der Menüstruktur her nicht unterstützt. Eine Freizeit-, Plauder- und Partnersuch-Community für Ältere – warum nicht? Unter „Kultur und Wissen“ finden sich immerhin von den Mitgliedern eingebrachte gesellschaftliche und philosophische Themen. Neben der Suche nach Gleichgesinnten kann man Foto-Alben anlegen, Artikel schreiben (!) und eigene Diskussionsgruppen gründen. Für Links gibt’s leider keine Unterstützung und kein Feld für die Homepage im Profil. (Meine mangels anderer Möglichkeit ausgeschriebenen URLS wurden allerdings auch nicht gelöscht!)

Ältere brauchen gute Gründe

Das Problem mit den derzeit zunehmend umworbenen Älteren ist wohl grundsätzlicherer Art, als es sich jung-dynamische Macher so vorstellen: Anders als Technik-affine Jugendliche, die es geil finden, “dabei zu sein” und so immer eine dankbare Zielgruppe abgeben, brauchen Ältere gute Gründe, ihre Zeit hier oder dort zu verbringen. Diesen Bedarf decken unzählige themenzentrierte Foren und Communities bereits recht gut ab. Arbeit, politisches und soziales Engagement, Hobbys, Reisen und Partnersuche – zu all diesen Interessen gibt es gut laufende Plattformen. Warum sollte man also seine Zeit in einer Community verbringen, deren Mitglieder einfach nur “ein gewisses Alter” verbindet? Es ist doch gerade der Reiz des Webs, dass hier mal wieder Kontakte zwischen verschiedensten Altersgruppen zustande kommen, die im sogenannten „Real Life“ hübsch auseinander sortiert sind.

Mir scheint auch, die Macher/innen vieler “Projekte für Ältere” haben recht verquere Vorstellungen von ihrer Zielgruppe. Immerhin sind es die 68er, die jetzt in Rente gehen, meine Generation ist in den wilden 70gern sozialisiert, als man kulturell mal eben alles auf den Kopf stellte. (Heutige Junge erscheinen mir vergleichsweise oft stockkonservativ!). Ich muss immer grinsen, wenn ich auf Plakaten die ganzen Bands jener Zeit wieder “on Tour” sehe: von der musikalischen Power der 70ger zehrt man offensichtlich bis heute. Aber kaum ist man 50plus wird man als “Zielgruppe” so betrachtet und angesprochen, wie wir UNSERE Omas gesehen und angesprochen hätten – nicht immer, aber doch öfter.

Mal schauen, was sich da im Lauf der Zeit noch tut. Vielleicht wagt ja auch jemand mal den „lokalen Quantensprung“, anstatt weiterhin der Zersplitterung in Alters- und Interessengruppen Vorschub zu leisten, weil sich das besser „monetarisieren“ lässt. Ich bin gespannt!

Diskussion

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20 Kommentare zu „Web 2.0 für Ältere – gar nicht so einfach!“.

  1. Erst vergangene Woche war ich hier in Stuttgart auf einem Kongress, auf dem u.a. die Macher von alte-hasen.eu ihr Projekt vorgestellt haben. Die Idee fand ich von Anfang an reizend: Menschen, die aus dem Berufsleben ausgeschieden sind, bekommen hier die Möglichkeit ihre Fähigkeiten vorzustellen und so ggf. gebucht oder gebeten zu werden.

    Doch die Annahme, dass es reicht, wenn sich ausschließlich die Alten Hasen dort mit ihren Fähigkeiten vorstellen und dann so gefunden werden, find ich völlig an der Realität vorbei gedacht. Viel mehr müsste es genau andersrum sein. Dort müssten Gesuche aufgegeben werden können. Denn ich glaube, dass sich die alten Hasen in der Regel selbst unterschätzen und kaum alle ihre Fähigkeiten offen und in der ganzen Breite benennen könnten bzw. würden.

    PS: Alte Hasen finde ich als Begriff auch viel schöner als BestAger oder SilverSurfer ;-)

  2. […] Passend auch dazu ein informativer Artikel über das Web 2.0 für die Silversurfer. […]

  3. Beschäftige seit zwei Monaten nebenbei mit dem Thema „Senioren- bzw. Best Agersmarketing“ . Merke wie verzwickt die ganze Sache sein kann. Mein erstes Fazit ist, dass unsere Gesellschaft vor der Herausforderung steht, das ganze Thema „Alter“ zu diskutieren und zu definieren. Es wird aber gewiss Jahrzehnte dauern bis sich starre Vorstellungen von „Alt sein“ lösen oder vielleicht die „neuen Alten“ die klassischen Vorstellungen akzeptieren. Was jedenfalls feststeht, dass das Internet die Diskussionen vorantreiben kann und es auch tut.

  4. […] Web 2.0 für Ältere – gar nicht so einfach! […]

  5. „Vom Quantensprung, der möglich wäre

    Man stelle sich nur mal vor, so ein Tool wäre neutraler gestaltet, nicht mit blöden Spielchen verbunden (man startet als “Leibeigener” und kann sich zur Townqueen “hochdienen”… !) und würde wirklich von vielen Menschen aller Altersgruppen genutzt! Nachbarschaftshilfe, ehrenamtliches Engagement, Stadtplanung, Bürgerinitiativen, soziale Einrichtungen, Vereine und Initiativgruppen, Mieter, Hausverwaltungen, Investoren, Familien, Alte, Gewerbetreibende, Ärzte – wenn all diese ganz realen Tätigkeiten und Interessen, die weit über “Fun & Ausgehen” hinaus reichen, in einer Web 2.0-Community “Standort-genau” transparent würden – wow, ein Quantensprung! Das wäre dann ein wirklich “soziales Netzwerk” und nicht bloß der nächste Versuch, eine leicht zu definierende Zielgruppe zu versammeln und irgendwann mittels Premium-Features und Werbung abzukassieren.“

    Liebe Claudia, genauso sehe ich das auch. Danke, dass Du das hier so auf den Punkt bringst!!! Mal frech gefragt: Ich hätte Lust, den von Dir angesprochenen „lokalen Quantensprung“ zu wagen, machst Du mit? ;-)

  6. Wirklich interessant, ich gehöre zwar erst fast zur Zielgruppe, habe mich selbst aber schon speziell mit dem Begriff SilverSurfer beschäftigt.

    Ich habe ein riesiges Problem mit diesem Begriff und werde mich wohl nie mit einem Netzwerk identifizieren können, das ihn in den Vordergrund rückt.

    Ich kann es nicht wirklich sagen, wieso ich diesen Begriff wirklich fast abwertend empfinde, ist wohl eher ein Klick, der im Kopf passiert und ich auf Abwehr gehe.

    Mich stört wohl am meisten, dass man damit immer eine einfach abzuzockende Zielgruppe in Verbindung bringt ;-)

    Aber diesen „lokalen Quantensprung“ würde ich mir wirklich gern mal ansehen :-)

  7. @Wu-Lan-Ton,

    ich glaube, man weiß, dass es eben NICHT LEICHT ist, DIESE Zielgruppe „abzuzocken“ – man muss echte Bedürfnisse treffen und bedienen, kann nicht einfach aufs „dazu gehören wollen“ setzen, das für jüngere Menschen oft schon Grund genug ist, irgendwas mitzumachen…

    Aber die Probleme beginnen ja schon bei der Ansprache! Für mich ist SilverSurfer z.B. noch der sympathischste Begriff der angebotenen Varianten: ich surfe halt schon 12 Jahre, deshalb empfinde ich „Silversurfer“ vermutlich als ähnlich wertschätzend, wie ein Gorilla die Titulierung als „Silberrücken“ nicht schlecht fände. Für dich ist es dagegen der blödeste Begriff von allen – verdammt schlecht für die Texter & Konzeptioner!

    Ich finde die Problematik spannend, ist sie doch Ausdruck des Problems, das diese Gesellschaft mit dem ALTERN hat.

    Wenn das Verlangen, die solvente Zielgruppe abzukassieren, dazu beiträgt, dass diese Problematik hochkocht, finde ich das gut!

    Was den „lokalen Quantensprung“ angeht: ich fürchte ihn fast ebenso sehr wie ich seinen Nutzen erkenne und der Welt gönne – aber dazu ein andermal, vielleicht in einem Folge-Artikel.

  8. Ich empfinde es eben nicht wirklich als Wertschätzung, sondern eher wie eine Schleimspur, um eingelullt zu werden.

    Ich verstehe nicht, wieso es sehr oft als etwas außergewöhnliches dargestellt wird, wenn jemand über 50 nun online unterwegs ist, eventuell auch eine Webseite erstellt usw.
    Und wenn es jemand von sich selbst behautet, wie toll die Leistung doch in dem ALter ist, kann ich nur mitleidig lächeln.

    Ich empfinde das eher als normal, wenn dann schon jemand sagt, „find ich ja toll, dass du das in deinem Alter alles noch machst“ (passiert mir sehr oft, bin 47), fühl ich mich schlichtweg versch**** ;-)

    Es ist ALLTAG, online zu sein, für mich zumindest und das wird es auch noch sein, wenn ich 70 bin :-)

  9. Nun ja, es ist auch immer schon ALLTAG, Printmagazine zu lesen, die ebenfalls für bestimmte Zielgruppen optimiert sind. Ich verstehe da deine Emotionalitäten nicht, wenn die Macher versuchen, eine Zielgruppe zu erforschen, um die Angebote entsprechend zu gestalten. Mach halt mal einen Besuch bei „townkings.de“, dann weißt du, wie nervig eine „nicht altersgemäße Ansprache“ sein kann!

    Es ist auch Tatsache, dass keine Gruppe im Netz so schnell wächst wie die „Silversurfer“ – und allermeist sind das tatsächlich Anfänger, die gleichwohl spezifische Interessen haben und spannende Dinge unternehmen, wenn sie die Techniken mal drauf haben. Warum das leugnen?? Ich bin auch „Netz-Urgestein“, aber das ist nun mal für mein Alter nicht TYPISCH!

    Ich empfehle dir ein bisschen mehr Gelassenheit und ALTERSGEMAESSES Selbstbewusstsein: Wie kannst du nur fürchten, „eingelullt zu werden“?? Ich bitte dich, keine Zielgruppe ist so schwer zu bedienen wie unsere, gerade WEIL es eben nicht klappt, mit irgendwelchen Schaumschlägereien und Pseudo-Nutzen Erfolg zu haben! Das ist doch KLASSE, wie könnte es denn besser sein?

  10. […] Tagen mit dem Thema Netzwerke für Ältere beschäftigt und schreibt in ihrem Artikel Web 2.0 für Ältere – gar nicht so einfach aber auch vom Quantensprung der möglich […]

  11. Das Alter darf überhaupt keine Rolle spielen, es ist ja bloß eine Zahl. Zu mir kann ich sagen, dass ich viel jünger eingeschätzt werde als ich bin und auch nicht geistig verkalkt bin. Ganz im Gegenteil, es gibt mehr als genug „junge Antiquitäten“. Es muss anders werden.

  12. Ich betreibe einen einen Anti Aging Blog speziell für Männer mit allerhand Tipps und Tricks rund ums Älter werden bzw. jung bleiben. Er ist zwar erst seit ein paar Monaten online, dennoch wird er gut angenommen, was ich an den Zugriffzahlen und der Keywords von den Suchmaschinen entnehmen kann. Interesse ist durchaus da bei den Silver-Surfern. http://www.mensvita.de

  13. Ich habe festgestellt, dass es gar nicht so einfach ist, mit der generation 50plus. Hilfe wird hier an allen ecken und enden benötigt!

  14. Aber zum Glück wird das Angebot immer besser und auch die Generation 50plus kommt immer besser zurecht und wird von Tag zu Tag aktiver.

  15. Ja das habe ich auch festgestellt. Aber die Generation 50plus wird ja auch immer größer. Auch auf dem Markt für Partnerbörsen wird das Angebot immer größer

  16. Ich denke es gibt verschiedene Punkte der bei der Generation +50 möglich sind.

    DURCHSTARTER
    Diese Best Agers kennen wir alle. Mit 65 wird richtig durchgestartet. Weltreisen, Unternehmungen mit Enkelkindern, der 65 jährige sucht sich eine 30 Jährige… Womöglich geht es diesen Best Agers ja so, dass sie etwas verpasst haben in der Jugend und das jetzt nachholen wollen.
    Möglich oder unmöglich?
    Ich weiß nicht, wahrscheinlich liegt die Wahrheit wie immer in der Mitte. Noch einmal Neue Wagnisse eingehen im Alter, mit mehr Lebenserfahrung Jugendträume wahr werden lassen, warum eigentlich nicht?

    RUHIGE BEST AGER
    Natürlich gibt es auch diese Spezies von Best-Agern. Sie werden immer ruhiger, leben auch immer zurückgezogener. Das Fernsehen wird immer häufiger Ihr Ansprechpartner.

    Egal ob Durchstarter oder ruhige Best ager: Wichtig ist, dass im Punkto Webdesign diese Best Ager natürlich auch Ihre Ansprüche haben. Wichtig ist da nicht nur gute Usability, nicht zuviel Englisch und natürlich auch dass die Schriftgröße veränderbar ist. Wenn dann die Seite noch barrierefrei gestaltet ist, was will man mehr?

  17. […] mich sofort an einige interessante Diskussionen aus den Jahren 2007 und 2008 bei Claudia Klinger: Web 2.0 für Ältere – gar nicht so einfach (November 2007) und Altersheim 2.0 – Idee und Konzept (Mai 2008).  Ich twittere Herbert diese […]

  18. also wenn die generation 50+ jetzt schon als ältere bezeichnet werden… ich kenne kaum jemanden in dem alter der überhaupt keine ahnung vom internet hat. das wäre vielleicht eher in der generation 60+ zu finden. die 50er sind eigentlich alle sehr fit und interessiert, schliesslich stehn die noch voll im leben und internet gehört da mittlerweile zur normalität.

  19. An Jaqueline (11). Ich schließe mich deiner Meinung an. Ich gehöre nun seit 2 Monaten zur Generation 60+. Und ich muss sagen, ich fülle mich fitter als je zuvor und sehe jünger aus, da ich mich mit tanzen, fitnessstudio, walken, radfahren und kultur und aufgeschlossenheit gegenüber neuen Dingen fit halte. Der Umgang mit dem PC ist für unsere Generation selbstverständlich, weil wir es im Beruf gelernt haben. Mein Nachbar ist gerade 90 geworden und ebenfalls fit um Umgang mit dem PC. Wir sind nicht altersschwach! Aber ich finde, mir tut oft die Jungend leid, weil die es gelernt nur vom PC zu sitzen und denken, es ist das Maß aller Dinge. Darum unterstütze ich meine Enkelkinder mit Ballet und Musikunterricht, nur um deren Horiziont zu erweitern. Die jungen Alter sind fitter als die (alten)Jungen und glaubhaft machen wollen!

  20. bärbel musst du nicht zugeben, dass du mit „tanzen, fitnessstudio, walken, radfahren und kultur und aufgeschlossenheit gegenüber neuen Dingen“ eher zu den Ausnahmen in deiner Generation zählst? Und es gibt viele Menschen, die keinen Bürojob haben (bzw. hatten). Die haben im Job nicht den Umgang mit dem PC erlernt.