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	<title>Kommentare zu: Wozu noch Privatheit? Ein Wutanfall.</title>
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	<description>Publizieren und Kommunizieren im Internet, Webwriting, Blogdesign, Webdesign, Blog, Weblog, Blogosphaere, www, Web2.0, Communitys, Informationsgesellschaft</description>
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		<title>Von: t3n-Linktipps: „Location War“, iPad-Klone, Plädoyer für Privatheit, Affiliate über Referrer optimieren und FourWhere » t3n News</title>
		<link>http://www.webwriting-magazin.de/wozu-noch-privatheit-ein-wutanfall/#comment-3168</link>
		<dc:creator>t3n-Linktipps: „Location War“, iPad-Klone, Plädoyer für Privatheit, Affiliate über Referrer optimieren und FourWhere » t3n News</dc:creator>
		<pubDate>Thu, 11 Mar 2010 14:54:48 +0000</pubDate>
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		<description>[...] einem leidenschaftlichen Pl&#228;doyer macht sich Claudia Klinger f&#252;r die Aufrechterhaltung der Privatheit stark. Die vermeintlich allgegenw&#228;rtige Meinung, Offenheit und Ehrlichkeit mache die Privatsph&#228;re [...]</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>[...] einem leidenschaftlichen Pl&#228;doyer macht sich Claudia Klinger f&#252;r die Aufrechterhaltung der Privatheit stark. Die vermeintlich allgegenw&#228;rtige Meinung, Offenheit und Ehrlichkeit mache die Privatsph&#228;re [...]</p>
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		<title>Von: Claudia</title>
		<link>http://www.webwriting-magazin.de/wozu-noch-privatheit-ein-wutanfall/#comment-3163</link>
		<dc:creator>Claudia</dc:creator>
		<pubDate>Thu, 11 Mar 2010 10:30:13 +0000</pubDate>
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		<description>Na, das freut mich aber, dass hier trotz Buzz, FB &amp; Co. ein Kommentargespr&#228;ch mit richtig guten Beitr&#228;gen stattfindet! Danke daf&#252;r! (und ich werde jetzt endlich auch hier das Eingabefenster vergr&#246;&#223;ern!).

&lt;b&gt;@Thomas:&lt;/b&gt; was das &quot;in Ruhe gelassen werden&quot; mittels Streetview angeht, meine ich auch, dass Personen &amp; Nummernschilder unkenntlich gemacht werden sollen (was ja wohl auch schon geschieht). Zu weit geht mir aber der Protest, wenn er die gute alte &lt;b&gt;Panoramafreiheit&lt;/b&gt; beschr&#228;nken will und Hauseigent&#252;mer sich aufregen, weil ihr Haus dort abgebildet ist!

&lt;b&gt;@Stefan:&lt;/b&gt; gerade der Spiegel-Artikel meint ja, dem werde nicht so sein, sondern &quot;alle werden st&#228;ndig ortbar&quot; und das werde dann auch ERWARTET. Wie eben heute ERWARTET wird, dass man per Handy erreicht werden kann (in Bezug auf mich eine falsche Erwartung - mit einer Ausnahme f&#252;r denjenigen, mit dem ich verabredet bin f&#252;r die halbe Stunde vor dem Treffen). 

&lt;b&gt;@Bingfan, @alle:&lt;/b&gt; Ich habe mit Absicht keine Kommentare aus der BT-Diskussion direkt zitiert, sondern nur Begriffe als inspirierende &quot;Schreibimpulse&quot; heraus gegriffen. Und &quot;Wutanfall&quot; ist hier auch mehr eine literarische Metapher. :-) 

Was mich aber tats&#228;chlich st&#246;rt, ist das ZUNEHMENDE Unverst&#228;ndnis f&#252;r &lt;b&gt;die guten Gr&#252;nde f&#252;r Privatheit&lt;/b&gt;. Mit diesem &quot;lebe &#246;ffentlich und stehe dazu&quot; ist oft genug der unausgesprochene Vorwurf verbunden, wer auf Privatheit bestehe, habe etwas (vermutlich unmoralisches / gar Kriminelles) zu verbergen. Wie ich im Artikel zu zeigen versuche, geht es nicht DARUM, sondern um den fehlenden Kontext. 

So hat evtl. Herr B., der per Handy in einem Puff geortet wird, auf einmal ein Problem - dabei war er nur dort, um der Chefin eine Social-Media-Unternehmensberatung angedeihen zu lassen. Nur mal so als Beispiel...

Das &#246;ffentlich-rechtliche soziale Netz ist gar keine schlechte Idee - aber angesichts dessen, was sich nach wie vor eher netzferne Politiker in Sachen Netzpolitik leisten, w&#228;re es evtl. doch mehr Katastrophe als n&#252;tzlich. Und eben aufgrund des m&#246;glichen Datenabgleichs mit den staatlich erhobenen Daten auch nicht vertrauensw&#252;rdig. 

&lt;b&gt;@Cr&#228;cker:&lt;/b&gt;  genau SO sehe ich das auch.

&lt;b&gt;@Werner:&lt;/b&gt; Ach, du bist gar nicht der Werner, den ich schon aus den 90gern kenne? :-)) Mir ging es sehr schnell so, dass ich erkannte: es ist m&#252;hsam genug, im Netz JEMAND zu sein - dann bitte nicht auch noch mehrere Identit&#228;ten! :-)</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Na, das freut mich aber, dass hier trotz Buzz, FB &amp; Co. ein Kommentargespr&#228;ch mit richtig guten Beitr&#228;gen stattfindet! Danke daf&#252;r! (und ich werde jetzt endlich auch hier das Eingabefenster vergr&#246;&#223;ern!).</p>
<p><b>@Thomas:</b> was das &#8220;in Ruhe gelassen werden&#8221; mittels Streetview angeht, meine ich auch, dass Personen &amp; Nummernschilder unkenntlich gemacht werden sollen (was ja wohl auch schon geschieht). Zu weit geht mir aber der Protest, wenn er die gute alte <b>Panoramafreiheit</b> beschr&#228;nken will und Hauseigent&#252;mer sich aufregen, weil ihr Haus dort abgebildet ist!</p>
<p><b>@Stefan:</b> gerade der Spiegel-Artikel meint ja, dem werde nicht so sein, sondern &#8220;alle werden st&#228;ndig ortbar&#8221; und das werde dann auch ERWARTET. Wie eben heute ERWARTET wird, dass man per Handy erreicht werden kann (in Bezug auf mich eine falsche Erwartung &#8211; mit einer Ausnahme f&#252;r denjenigen, mit dem ich verabredet bin f&#252;r die halbe Stunde vor dem Treffen). </p>
<p><b>@Bingfan, @alle:</b> Ich habe mit Absicht keine Kommentare aus der BT-Diskussion direkt zitiert, sondern nur Begriffe als inspirierende &#8220;Schreibimpulse&#8221; heraus gegriffen. Und &#8220;Wutanfall&#8221; ist hier auch mehr eine literarische Metapher. :-) </p>
<p>Was mich aber tats&#228;chlich st&#246;rt, ist das ZUNEHMENDE Unverst&#228;ndnis f&#252;r <b>die guten Gr&#252;nde f&#252;r Privatheit</b>. Mit diesem &#8220;lebe &#246;ffentlich und stehe dazu&#8221; ist oft genug der unausgesprochene Vorwurf verbunden, wer auf Privatheit bestehe, habe etwas (vermutlich unmoralisches / gar Kriminelles) zu verbergen. Wie ich im Artikel zu zeigen versuche, geht es nicht DARUM, sondern um den fehlenden Kontext. </p>
<p>So hat evtl. Herr B., der per Handy in einem Puff geortet wird, auf einmal ein Problem &#8211; dabei war er nur dort, um der Chefin eine Social-Media-Unternehmensberatung angedeihen zu lassen. Nur mal so als Beispiel&#8230;</p>
<p>Das &#246;ffentlich-rechtliche soziale Netz ist gar keine schlechte Idee &#8211; aber angesichts dessen, was sich nach wie vor eher netzferne Politiker in Sachen Netzpolitik leisten, w&#228;re es evtl. doch mehr Katastrophe als n&#252;tzlich. Und eben aufgrund des m&#246;glichen Datenabgleichs mit den staatlich erhobenen Daten auch nicht vertrauensw&#252;rdig. </p>
<p><b>@Cr&#228;cker:</b>  genau SO sehe ich das auch.</p>
<p><b>@Werner:</b> Ach, du bist gar nicht der Werner, den ich schon aus den 90gern kenne? :-)) Mir ging es sehr schnell so, dass ich erkannte: es ist m&#252;hsam genug, im Netz JEMAND zu sein &#8211; dann bitte nicht auch noch mehrere Identit&#228;ten! :-)</p>
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	<item>
		<title>Von: werner</title>
		<link>http://www.webwriting-magazin.de/wozu-noch-privatheit-ein-wutanfall/#comment-3162</link>
		<dc:creator>werner</dc:creator>
		<pubDate>Thu, 11 Mar 2010 09:22:12 +0000</pubDate>
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		<description>Ich habe das Web von Anfang an als eine gute M&#246;glichkeit betrachtet, eine Person bzw. ein Bild von mir zu erschaffen und auch zu transportieren, das wenig bis nichts mit meinem realen Leben zu tun hat. Wobei mir der Spa&#223;, den ich einige Zeit hatte, mehrere Identit&#228;ten von mir im Web zu schaffen, allm&#228;hlich zu anstrengend wurde, denn er kostet wertvolle Zeit, die einem dann im RL fehlt. Zwar geistern von mir noch immer ein paar alternative Gestalten im Web herum, die mir manchmal in Diskussionen zu Hilfe kommen - vor allem Frauen sind da recht hilfreich, doch es macht immer weniger Vergn&#252;gen, etwa mit sich selber zu streiten - etwa im Sinne Nestroys: &quot;Wer ist st&#228;rker, ich oder ich?&quot;</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Ich habe das Web von Anfang an als eine gute M&#246;glichkeit betrachtet, eine Person bzw. ein Bild von mir zu erschaffen und auch zu transportieren, das wenig bis nichts mit meinem realen Leben zu tun hat. Wobei mir der Spa&#223;, den ich einige Zeit hatte, mehrere Identit&#228;ten von mir im Web zu schaffen, allm&#228;hlich zu anstrengend wurde, denn er kostet wertvolle Zeit, die einem dann im RL fehlt. Zwar geistern von mir noch immer ein paar alternative Gestalten im Web herum, die mir manchmal in Diskussionen zu Hilfe kommen &#8211; vor allem Frauen sind da recht hilfreich, doch es macht immer weniger Vergn&#252;gen, etwa mit sich selber zu streiten &#8211; etwa im Sinne Nestroys: &#8220;Wer ist st&#228;rker, ich oder ich?&#8221;</p>
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	</item>
	<item>
		<title>Von: bingfan</title>
		<link>http://www.webwriting-magazin.de/wozu-noch-privatheit-ein-wutanfall/#comment-3161</link>
		<dc:creator>bingfan</dc:creator>
		<pubDate>Thu, 11 Mar 2010 09:15:24 +0000</pubDate>
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		<description>@chr&#228;cker Ich verstehe den Wunsch nach Privatheit in den Netzen ja. Technisch m&#246;glich ist das grunds&#228;tzlich auch, jedoch sprechen bisher die Kosten dagegen. Es gibt ja stark reglementierte Netze wie Xing und Linkedin, aber die sprechen zum einen nicht die Gesamtbev&#246;lkerung an und zum anderen refinanzieren sie sich &#252;ber Profidienste. Facebook &amp; Co. sind technisch gesehen auf der untersten Ebene des Machbaren, alles andere w&#228;re sehr viel teurer - und ohne echte Einnahmen nicht refinanzierbar.

Im Prinzip m&#252;sste es von einer Stiftung betriebene soziale Netze geben, die z. Bsp. aus den Geb&#252;hren, die bisher f&#252;r den Rundfunk ver(sch)wendet werden, finanziert werden. Alle zahlen daf&#252;r und k&#246;nnen sie anonym oder &#246;ffentlich (oder halb-&#246;ffentlich) nutzen, kein Refinanzierungszwang &#252;ber Werbung etc.

Das w&#228;re also eine staatlich zu organisierende soziale Infrastrukturma&#223;nahme. Nur: w&#228;re das Vertrauen in ein politisch kontrolliertes Konstrukt h&#246;her ? W&#252;rden nicht schnell populistisch einzelne Nutzergruppen diskriminiert (z. Bsp. Ego Shooter Fans, wenn es mal wieder einen Amoklauf gab).

Die Entwicklung der heute schnell wachsenden  Netze kommt jedoch aus L&#228;ndern, in denen  Privatheit und staatliche Intervention keine allzugro&#223;e Rolle spielen. 

Von den 20 gr&#246;&#223;ten Diensten und Inhalte-Anbietern weltweit kommt kein einziger aus Europa (ich z&#228;hle dabei Yandex zu Asien).

Ich denke deshalb, dass unsere Diskussion hier schon ihre Berechtigung hat, aber die Tatsache verkennt, wie 
weit Europa irrelevant geworden ist.

Politische Schauk&#228;mpfe zum Thema Datenschutz, Streetview, Lokalisierungsdienste sind nur Ablenkungsman&#246;ver, denn Deutschland hat wie die anderen EU-Staaten den Datenaustausch mit L&#228;ndern genehmigt, die sich offen nicht an unsere Regeln halten. Diese Vertr&#228;ge binden &#252;brigens auch zuk&#252;nftige Regierungen, es gibt kein realistisches Zur&#252;ck.

Dar&#252;ber w&#252;tend zu sein, ist unser gutes Recht, nur helfen wird diese Wut nicht, sondern nur konkrete Ma&#223;nahmen.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>@chr&#228;cker Ich verstehe den Wunsch nach Privatheit in den Netzen ja. Technisch m&#246;glich ist das grunds&#228;tzlich auch, jedoch sprechen bisher die Kosten dagegen. Es gibt ja stark reglementierte Netze wie Xing und Linkedin, aber die sprechen zum einen nicht die Gesamtbev&#246;lkerung an und zum anderen refinanzieren sie sich &#252;ber Profidienste. Facebook &amp; Co. sind technisch gesehen auf der untersten Ebene des Machbaren, alles andere w&#228;re sehr viel teurer &#8211; und ohne echte Einnahmen nicht refinanzierbar.</p>
<p>Im Prinzip m&#252;sste es von einer Stiftung betriebene soziale Netze geben, die z. Bsp. aus den Geb&#252;hren, die bisher f&#252;r den Rundfunk ver(sch)wendet werden, finanziert werden. Alle zahlen daf&#252;r und k&#246;nnen sie anonym oder &#246;ffentlich (oder halb-&#246;ffentlich) nutzen, kein Refinanzierungszwang &#252;ber Werbung etc.</p>
<p>Das w&#228;re also eine staatlich zu organisierende soziale Infrastrukturma&#223;nahme. Nur: w&#228;re das Vertrauen in ein politisch kontrolliertes Konstrukt h&#246;her ? W&#252;rden nicht schnell populistisch einzelne Nutzergruppen diskriminiert (z. Bsp. Ego Shooter Fans, wenn es mal wieder einen Amoklauf gab).</p>
<p>Die Entwicklung der heute schnell wachsenden  Netze kommt jedoch aus L&#228;ndern, in denen  Privatheit und staatliche Intervention keine allzugro&#223;e Rolle spielen. </p>
<p>Von den 20 gr&#246;&#223;ten Diensten und Inhalte-Anbietern weltweit kommt kein einziger aus Europa (ich z&#228;hle dabei Yandex zu Asien).</p>
<p>Ich denke deshalb, dass unsere Diskussion hier schon ihre Berechtigung hat, aber die Tatsache verkennt, wie<br />
weit Europa irrelevant geworden ist.</p>
<p>Politische Schauk&#228;mpfe zum Thema Datenschutz, Streetview, Lokalisierungsdienste sind nur Ablenkungsman&#246;ver, denn Deutschland hat wie die anderen EU-Staaten den Datenaustausch mit L&#228;ndern genehmigt, die sich offen nicht an unsere Regeln halten. Diese Vertr&#228;ge binden &#252;brigens auch zuk&#252;nftige Regierungen, es gibt kein realistisches Zur&#252;ck.</p>
<p>Dar&#252;ber w&#252;tend zu sein, ist unser gutes Recht, nur helfen wird diese Wut nicht, sondern nur konkrete Ma&#223;nahmen.</p>
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	</item>
	<item>
		<title>Von: Chräcker</title>
		<link>http://www.webwriting-magazin.de/wozu-noch-privatheit-ein-wutanfall/#comment-3158</link>
		<dc:creator>Chräcker</dc:creator>
		<pubDate>Thu, 11 Mar 2010 08:49:59 +0000</pubDate>
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		<description>Wenn wir aber annehmen, das unsere Bewegungsr&#228;ume sich immer mehr ins Netz verlagern, man also vielleicht in ein oder zwei Generationen nach uns ausserhalb des Netzes total abgehangen ist,(und ich hoffe, noch zu leben, wenn meine Enkelkinder sich ins Netz aufmachen) dann kann es doch etwas einseitig sein, dort nur einen entprivatisiserten gro&#223;en Zwangspool zu haben ohne vern&#252;nftige Werkzeuge, seine Privatheit auch im Netz fein zu steuern.

Und obwohl ich selber mich auch &#246;ffentlich mache, weil ich es so mag, finde ich, da&#223; das oberste Gebot ist, den Menschen die Macht &#252;ber sich selber zu lassen. Dazu geh&#246;rt auch die M&#246;glichkeit, sich zu entscheiden, und zwar INNERHALB des Netzes. Mit allen Zwischent&#246;nen, die man so einstellen kann.

Das ist technisch m&#246;glich und es sollen die Computerleute nicht wieder sagen: &quot;ist halt so, geht nicht anders, nimms hin oder bleib ganz draussen&quot;. (Was ich jetzt nicht auf Deinen Kommentar ausdr&#252;cklich beziehe)</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Wenn wir aber annehmen, das unsere Bewegungsr&#228;ume sich immer mehr ins Netz verlagern, man also vielleicht in ein oder zwei Generationen nach uns ausserhalb des Netzes total abgehangen ist,(und ich hoffe, noch zu leben, wenn meine Enkelkinder sich ins Netz aufmachen) dann kann es doch etwas einseitig sein, dort nur einen entprivatisiserten gro&#223;en Zwangspool zu haben ohne vern&#252;nftige Werkzeuge, seine Privatheit auch im Netz fein zu steuern.</p>
<p>Und obwohl ich selber mich auch &#246;ffentlich mache, weil ich es so mag, finde ich, da&#223; das oberste Gebot ist, den Menschen die Macht &#252;ber sich selber zu lassen. Dazu geh&#246;rt auch die M&#246;glichkeit, sich zu entscheiden, und zwar INNERHALB des Netzes. Mit allen Zwischent&#246;nen, die man so einstellen kann.</p>
<p>Das ist technisch m&#246;glich und es sollen die Computerleute nicht wieder sagen: &#8220;ist halt so, geht nicht anders, nimms hin oder bleib ganz draussen&#8221;. (Was ich jetzt nicht auf Deinen Kommentar ausdr&#252;cklich beziehe)</p>
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	</item>
	<item>
		<title>Von: bingfan</title>
		<link>http://www.webwriting-magazin.de/wozu-noch-privatheit-ein-wutanfall/#comment-3157</link>
		<dc:creator>bingfan</dc:creator>
		<pubDate>Thu, 11 Mar 2010 08:36:12 +0000</pubDate>
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		<description>Hallo Claudia,

Ihre Wut in Ehren, aber meine Formulierung bei Basicthinking &quot;Privatheit als romantisches Projekt&quot; zielte in eine andere Richtung.

Auch wollte ich nicht Menschen als unehrlich klassifizieren, die sich zur&#252;ckziehen, das ist schliesslich ihr gutes Recht.

Privatheit ist f&#252;r mich deshalb ein romantisches Projekt (das ja Erfolg haben kann), weil es sich gegen den aktuellen relativ blinden Lauf der technischen und sozialen Evolution richtet. Man k&#246;nnte auch von einem Versuch des &quot;intelligenten Designs&quot; der Privatheit und &#214;ffentlichkeit sprechen, aber in Deutschland geht das kaum.

Sich gegen einen Zeitlauf zu stellen, ist erst einmal anstrengend, den meisten Menschen wird dazu die Kraft und Mu&#223;e fehlen.

Deshalb ist es aus meiner Sicht sinnvoller, den Menschen eine einfache Wahl aufzuzeigen: sei privat, dann halte aber dein Privates auch aus den Netzen drau&#223;en, weil dort ist alles potenziell &#246;ffentlich. 

Oder: lebe &#246;ffentlich und stehe dazu, auch gegen&#252;ber Personalverantwortlichen, Gesch&#228;ftspartnern, deiner Familie und Freundeskreis. 

Ich habe mich f&#252;r die zweite M&#246;glichkeit entschieden, weil es schlicht bequemer ist. Aber das muss jeder f&#252;r sich entscheiden.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Hallo Claudia,</p>
<p>Ihre Wut in Ehren, aber meine Formulierung bei Basicthinking &#8220;Privatheit als romantisches Projekt&#8221; zielte in eine andere Richtung.</p>
<p>Auch wollte ich nicht Menschen als unehrlich klassifizieren, die sich zur&#252;ckziehen, das ist schliesslich ihr gutes Recht.</p>
<p>Privatheit ist f&#252;r mich deshalb ein romantisches Projekt (das ja Erfolg haben kann), weil es sich gegen den aktuellen relativ blinden Lauf der technischen und sozialen Evolution richtet. Man k&#246;nnte auch von einem Versuch des &#8220;intelligenten Designs&#8221; der Privatheit und &#214;ffentlichkeit sprechen, aber in Deutschland geht das kaum.</p>
<p>Sich gegen einen Zeitlauf zu stellen, ist erst einmal anstrengend, den meisten Menschen wird dazu die Kraft und Mu&#223;e fehlen.</p>
<p>Deshalb ist es aus meiner Sicht sinnvoller, den Menschen eine einfache Wahl aufzuzeigen: sei privat, dann halte aber dein Privates auch aus den Netzen drau&#223;en, weil dort ist alles potenziell &#246;ffentlich. </p>
<p>Oder: lebe &#246;ffentlich und stehe dazu, auch gegen&#252;ber Personalverantwortlichen, Gesch&#228;ftspartnern, deiner Familie und Freundeskreis. </p>
<p>Ich habe mich f&#252;r die zweite M&#246;glichkeit entschieden, weil es schlicht bequemer ist. Aber das muss jeder f&#252;r sich entscheiden.</p>
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	</item>
	<item>
		<title>Von: Chräcker</title>
		<link>http://www.webwriting-magazin.de/wozu-noch-privatheit-ein-wutanfall/#comment-3155</link>
		<dc:creator>Chräcker</dc:creator>
		<pubDate>Thu, 11 Mar 2010 07:11:56 +0000</pubDate>
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		<description>Ja, auf jedenfall mu&#223; man differenzieren und zumindest f&#252;r mich denke ich, mu&#223; man auch alte eigene Gef&#252;hlswahrheiten &#246;fters mal &#252;berpr&#252;fen. Was Privat ist oder nicht war immer im Wandel und ist, fast logischerweise, stark mit der gesellschaftlichen Entwicklung verkn&#252;pft und freilich auch umgekehrt.

Wof&#252;r ich immer nur wieder pl&#228;diere ist f&#252;r Verst&#228;ndnis, die sich auch in der Sprache niederschlagen mu&#223;. (das ist nun mal der Vernetzungsdraht im echten Leben, nicht Kupferdraht oder LAN-Kabel.) - Verst&#228;ndnis f&#252;r

a) individuelles Recht auf Einzelpositionierung in einer Gruppe

b) individuelles Recht auf Bef&#252;rchtungen und &#196;ngste, die dann zu Verweigerungshaltungen f&#252;hren, die auseinandergenommen f&#252;r den Betrachter vielleicht keinen Sinn ergeben. (Streetview-Debatte als Beispiel.)

Und Gespr&#228;che auf Augenh&#246;he und mit Respekt f&#252;hren.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Ja, auf jedenfall mu&#223; man differenzieren und zumindest f&#252;r mich denke ich, mu&#223; man auch alte eigene Gef&#252;hlswahrheiten &#246;fters mal &#252;berpr&#252;fen. Was Privat ist oder nicht war immer im Wandel und ist, fast logischerweise, stark mit der gesellschaftlichen Entwicklung verkn&#252;pft und freilich auch umgekehrt.</p>
<p>Wof&#252;r ich immer nur wieder pl&#228;diere ist f&#252;r Verst&#228;ndnis, die sich auch in der Sprache niederschlagen mu&#223;. (das ist nun mal der Vernetzungsdraht im echten Leben, nicht Kupferdraht oder LAN-Kabel.) &#8211; Verst&#228;ndnis f&#252;r</p>
<p>a) individuelles Recht auf Einzelpositionierung in einer Gruppe</p>
<p>b) individuelles Recht auf Bef&#252;rchtungen und &#196;ngste, die dann zu Verweigerungshaltungen f&#252;hren, die auseinandergenommen f&#252;r den Betrachter vielleicht keinen Sinn ergeben. (Streetview-Debatte als Beispiel.)</p>
<p>Und Gespr&#228;che auf Augenh&#246;he und mit Respekt f&#252;hren.</p>
]]></content:encoded>
	</item>
	<item>
		<title>Von: Stefan Münz</title>
		<link>http://www.webwriting-magazin.de/wozu-noch-privatheit-ein-wutanfall/#comment-3154</link>
		<dc:creator>Stefan Münz</dc:creator>
		<pubDate>Thu, 11 Mar 2010 06:38:32 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">http://www.webwriting-magazin.de/?p=825#comment-3154</guid>
		<description>Auf SPIEGEL Netzwelt ist zu dem Thema auch gerade ein Artikel erschienen:

http://www.spiegel.de/netzwelt/gadgets/0,1518,682783,00.html

Noch w&#252;rde ich nicht die Hand daf&#252;r ins Feuer legen, dass sich diese Location-Services binnen weniger Jahre epidemisch ausbreiten werden. Das h&#228;ngt wahrscheinlich stark damit zusammen, ob und wie die Hauptzielgruppe, also die Aktiven, diejenigen, die viel unterwegs sind, diese M&#246;glichkeiten nutzen.

Ich finde, man sollte das alles nicht so &#252;berbewerten und nicht verabsolutieren. Am Ende wird es so sein wie mit den Fenstern, den Roll&#228;den und Gardinen. Jeder wie er will, die einen offener, die anderen verschlossener. 

viele Gr&#252;&#223;e
Stefan M&#252;nz</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Auf SPIEGEL Netzwelt ist zu dem Thema auch gerade ein Artikel erschienen:</p>
<p><a href="http://www.spiegel.de/netzwelt/gadgets/0,1518,682783,00.html" rel="nofollow">http://www.spiegel.de/netzwelt/gadgets/0,1518,682783,00.html</a></p>
<p>Noch w&#252;rde ich nicht die Hand daf&#252;r ins Feuer legen, dass sich diese Location-Services binnen weniger Jahre epidemisch ausbreiten werden. Das h&#228;ngt wahrscheinlich stark damit zusammen, ob und wie die Hauptzielgruppe, also die Aktiven, diejenigen, die viel unterwegs sind, diese M&#246;glichkeiten nutzen.</p>
<p>Ich finde, man sollte das alles nicht so &#252;berbewerten und nicht verabsolutieren. Am Ende wird es so sein wie mit den Fenstern, den Roll&#228;den und Gardinen. Jeder wie er will, die einen offener, die anderen verschlossener. </p>
<p>viele Gr&#252;&#223;e<br />
Stefan M&#252;nz</p>
]]></content:encoded>
	</item>
	<item>
		<title>Von: Thomas Pfeiffer</title>
		<link>http://www.webwriting-magazin.de/wozu-noch-privatheit-ein-wutanfall/#comment-3144</link>
		<dc:creator>Thomas Pfeiffer</dc:creator>
		<pubDate>Wed, 10 Mar 2010 22:20:09 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">http://www.webwriting-magazin.de/?p=825#comment-3144</guid>
		<description>Hallo,

ein guter und wichtiger Artikel, wie ich finde.

Privatheit wird ja auch definiert als &quot;das Recht, in Ruhe gelassen zu werden&quot;. Urspr&#252;nglich galt das nur gegen&#252;ber dem Staat. Heute k&#246;nnte man noch hinzuf&#252;gen, in Ruhe gelassen zu werden von Street View, Facebook und vom Nachbarn.

Das Recht hierzu hat jeder. Schade ist nur, dass man manchmal k&#228;mpfen muss, um sein Recht zu bekommen.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Hallo,</p>
<p>ein guter und wichtiger Artikel, wie ich finde.</p>
<p>Privatheit wird ja auch definiert als &#8220;das Recht, in Ruhe gelassen zu werden&#8221;. Urspr&#252;nglich galt das nur gegen&#252;ber dem Staat. Heute k&#246;nnte man noch hinzuf&#252;gen, in Ruhe gelassen zu werden von Street View, Facebook und vom Nachbarn.</p>
<p>Das Recht hierzu hat jeder. Schade ist nur, dass man manchmal k&#228;mpfen muss, um sein Recht zu bekommen.</p>
]]></content:encoded>
	</item>
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		<title>Von: Chräcker</title>
		<link>http://www.webwriting-magazin.de/wozu-noch-privatheit-ein-wutanfall/#comment-3143</link>
		<dc:creator>Chräcker</dc:creator>
		<pubDate>Wed, 10 Mar 2010 22:14:59 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">http://www.webwriting-magazin.de/?p=825#comment-3143</guid>
		<description>Ja, ich find das auch immer komisch, wenn Leute pl&#246;tzlich das privat sein f&#252;r andere als unn&#246;tig proklamieren, nur weil deren Technik gerade so schick ist. Eine rein neutrale Haltung w&#228;re da als Werkzeuganbieter besser, ein Einstellungsparcour f&#252;r jeden anstelle vorauseilende Voreinstellungen.

So oder so zuckt doch sonst immer eine Seite. Da w&#252;rde jede verlorengegangene Daten-CD eines Ministeriums zum siehste-mal-bashing genutzt aber die Einf&#252;hrungspanne eines weltmarktf&#252;hrenden &quot;Fachunternehmens&quot; wie Google als Kleinigkeit durchgewunken. Oder umgekehrt meinentwegen auch &#252;ber Streetview geweint, aber Telefondaten l&#228;sst man gerne speichern. Oder alle obige Beispiele &quot;in umgekehrt&quot;.

Nix etablieren und voraussetzen: die Leute f&#252;r sich entscheiden lassen. Und alle, die gerne es f&#252;r sich, und nur f&#252;r sich entscheiden wollen, erst mal ernst nehmen.

Es wird nicht in allen Bereichen gehen, &quot;das Recht am Bild sollte beim Starenkasten aufh&#246;ren d&#252;rfen&quot;, aber wir reden ja &#252;ber ganz andere Bereiche.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Ja, ich find das auch immer komisch, wenn Leute pl&#246;tzlich das privat sein f&#252;r andere als unn&#246;tig proklamieren, nur weil deren Technik gerade so schick ist. Eine rein neutrale Haltung w&#228;re da als Werkzeuganbieter besser, ein Einstellungsparcour f&#252;r jeden anstelle vorauseilende Voreinstellungen.</p>
<p>So oder so zuckt doch sonst immer eine Seite. Da w&#252;rde jede verlorengegangene Daten-CD eines Ministeriums zum siehste-mal-bashing genutzt aber die Einf&#252;hrungspanne eines weltmarktf&#252;hrenden &#8220;Fachunternehmens&#8221; wie Google als Kleinigkeit durchgewunken. Oder umgekehrt meinentwegen auch &#252;ber Streetview geweint, aber Telefondaten l&#228;sst man gerne speichern. Oder alle obige Beispiele &#8220;in umgekehrt&#8221;.</p>
<p>Nix etablieren und voraussetzen: die Leute f&#252;r sich entscheiden lassen. Und alle, die gerne es f&#252;r sich, und nur f&#252;r sich entscheiden wollen, erst mal ernst nehmen.</p>
<p>Es wird nicht in allen Bereichen gehen, &#8220;das Recht am Bild sollte beim Starenkasten aufh&#246;ren d&#252;rfen&#8221;, aber wir reden ja &#252;ber ganz andere Bereiche.</p>
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