Claudia Klinger am 08. Februar 2011

Teste den Bullshit-Faktor deiner Texte mit dem BlaBlaMeter

Ein Tool, mit dem man fertige Texte daraufhin überprüfen kann, wieviel nichtssagende Werbe-, PR- und sonstige „Imponierfloskeln“ enthalten sind? Bernhard Wurm hat es gebaut:

Der BlaBlaMeter steht in einer ersten Version zur Verfügung. Die Nutzung ist kinderleicht: Text einkopieren, abschicken – und sich am Ergebnis freuen (oder entsetzt sein!).

Ich hab das mal getestet mit einem der letzten WWMAG-Beiträge, nämlich dem zum „Digitalen Radiergummi“. Ergebnis:

Ihr Text: 1810 Zeichen, 271 Wörter
Bullshit Index :0.2
Ihr Text zeigt erste Hinweise auf ‚Bullshit‘-Deutsch, liegt aber noch auf akzeptablen Niveau.

Schon ganz nett, aber man wünscht sich doch ein bisschen mehr „Butter bei die Fische“. Wie kommt es zu diesem Ergebnis? Was genau sucht das Tool in den Texten? Man könnte die Kriterien auflisten und Einzelergebnisse auswerfen, sowie eine Erläuterungsseite zu „Bullshit-Text“ dazu stellen – damit man auch erfährt, was zu verbessern wäre.

Vielleicht kommt das ja noch in einer Version 1.1?

Diskussion

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10 Kommentare zu „Teste den Bullshit-Faktor deiner Texte mit dem BlaBlaMeter“.

  1. […] es aus oder lasst es bleiben, ich finde das BlaBlaMeter witzig und danke Claudia Klinger und dem Webwriting-Magazin, über die ich darauf aufmerksam geworden […]

  2. Stimmt, ohne Erklärung des Mechanismus bringt das nichts. Wortwiederholungen? Füllwörter? Ein Abgleich mit einer Phrasenliste? Ich hätte gern gewusst, wie mein Wert von 0.2 zustande kommt.

  3. Danke für den Tipp, das ist ja witzig.

    Es orientiert sich an den journalistischen Schreibregeln, wertet z.B. Adjektive und Substantive aus.

  4. […] Das BlaBlaMeter – wie viel Bullshit steckt in Ihrem Text? Ich freu mich ja auf den nächsten Text von Norbert Bolz. (via) […]

  5. Ein unterhaltsames Tool ;-)

    Allerdings ergab der folgende komplett inhaltsleere Nonsene-Text nur einen Bullshitfaktor von 0,32:

    „Gewissermaßen lässt sich anhand eines an dieser Stelle annähernd beliebig auszuwählenden Beispieles festhalten, dass unter gewissen Voraussetzungen die Möglichkeit in Betracht zu ziehen sein könnte, dass gewisse Dinge manchmal einfach nicht ohne Weiteres und größere Vorbereitung durchführbar sind – wobei diese Beschreibung selbstverständlich nur dann Gültigkeit haben kann, wenn das zuvor erwähnte Beispiel entsprechend gewählt wurde. In diesem Zusammenhang sollte weiterhin bemerkt werden, dass diese Dinge, die nicht ohne Weiteres und größere Vorbereitung immer und überall durchführbar sind und die bei passender Wahl des Beispieles durch selbiges auch adäquat beschrieben werden, ab und an als regelrecht komplex bezeichnet werden können. Ihre Komplexität kommt hierbei genau dadurch zustande, dass sie gerade nicht immer und überal ohne weiteres und ohne größere Vorbereitung durchführbar sind – es lässt sich also gewissermaßen feststellen, dass ihre Komplexität gegenstandsimmanent ist.“

    Es kann also noch weiter verbessert werden xD

  6. Danke an Claudia Webwriting-Magazin, mit diesem Beitrag ist ja eine richige kleine Lawine ins Rollen gekommen …

    Ja, das Blablameter ist natürlich noch steigerungsfähig, wir sind schon an der Arbeit. Den eigentlichen Inhalt des Geschriebenen versteht es aber nicht, es orientiert sich eben an rein sprachlichen Merkmalen – das wird wohl auch noch einige Zeit so bleiben.

    Gruesse vom BlaBlaMeter Team

  7. ich finde das ergebnissehr interessant :-) habe das auch mal mit einem spiegel-text verglichen – es kommt schon ungefähr hin! tooles tool und spielzeug :-)

  8. Hmm ja, ist schon ein ganz witziger Zeitvertreib… Wobei mir nicht ganz klar ist, warum ein Schmuckwebseiten-SEO-Blabla-Text dabei besser abschneidet, als so mancher artikel auf unserem Blog…
    Gruß

  9. Intelligente Virtualisierungstechnologien innerhalb der IT ersetzen starre Architekturen durch eine effiziente und flexible Bauweise. Durch die Virtualisierung macht die moderne IT Verbesserungen möglich, die sich dann auch kostenseitig niederschlagen: weniger Komponenten, verbesserte Leistung, höherer Auslastungsgrad – und damit natürlich insgesamt mehr Energieeffizienz.

  10. Der Text 9 von Anonymous hat folgenden ‚Bullshit‘-Index: 1.01

    „Glückwunsch, Ihnen ist es tatsächlich gelungen, unsere Bullshit-Skala von 0 – 1 zu sprengen! Diesen Text tut sich ein Leser wohl nicht freiwillig an, aber uns haben Sie beeindruckt.“