Claudia Klinger am 07. Mai 2014

re:publica 2014: Sightseeing, ohne dort zu sein….

Noch nie gab es so viele Livestreams und Videos von der re:publica wie in diesem Jahr. Alle, die nicht dort sind, können so sehr viel von der jährlich wachsenden Veranstaltungen mitbekommen – wunderbar!

Schwer beeindruckend und nachdenklich stimmend war die lange Rede von Sasche Lobo, der allen auf unterhaltsame Art ins Gewissen redete und nachwies, dass uns der Erhalt bzw. die “Reparatur” des Internets weniger wert ist als bayrischen Vogelfreunden die Bekassine!

Lobo hat mich überzeugt, dass es mehr Menschen braucht, die sich Vollzeit fürs Bohren dicker politischer Bretter in Sachen Netzpolitik engagieren. Die Zeiten der „Hobby-Lobby“ sind vorbei – und deshalb zahle ich jetzt regelmäßig und unterstütze die Digitale Gesellschaft.

Interessant und von der Stimmung her angenehm gelassen sprach Anatol Stefanowitsch über „gerechte Sprache“ und die Kämpfe rund um die diversen Formen:

„Wo, wie im Internet, Gruppen mit unterschiedlichen Wertvorstellungen aufeinander prallen, wird nicht nur um Inhalte, sondern auch um Sprachregelungen gekämpft. Diese Kämpfe werden schnell zu Grabenkriegen, weil alle Beteiligten einer Reihe von Fehlschlüssen über die Funktionsweise von Sprache unterliegen.“

Weitere Videos gibts im Youtube-Kanal der re:publica.

Und hier ein paar erste Reaktionen auf Tag 1 im Netz: