Claudia Klinger am 15. August 2009

Die 7 WWMAG-Surftipps zum Wochenende 34/2009

Nach ein bisschen Sommerpause gehts nun weiter mit den Surftipps zum Wochenende. Ich hoffe, meine heutige Auswahl gefällt! Los geht’s:

  • Wir bitten Sie aus Sicherheitsgründen umgehend das Netz zu betreten! – das Human Web Manifesto von digitalpublic.de ist ein mitreißender und gleichzeitig nachdenklich stimmender „großer Text“ zu den aktuellen (aber auch schon in den 90gern virulenten) Auseinandersetzungen rund ums Internet. Schon die Beschreibung der Lage rockt: „Mit einer langen Tradition an Gesetzen, Ideen und den richtigen Handlungen im Gepäck, reisen wir ins gelobte Land, wundern uns über die unbewohnten Flächen und rammen unsere Pflöcke ein, wo es noch kein Anderer tat. Die hasenfüßigen Mitmenschen haben die ersten Pioniere mitleidig bei ihrem Exodus beobachtet. Jetzt wo alle claims abgesteckt sind, kommen sie mit dem Gerechtigkeitsbuch und dem erhobenen Zeigefinger und verlangen, dass alles neu verteilt wird nach den alten Bräuchen und gefälligst die alten Gesetz der Vorväter gelten. Die Siedler sind “not amused”.
  • Klassische Netzkommunikation vs. Social NetworkingStefan Münz zeigt auf, dass es auch schon VOR Web2.0 ein Netzleben gegeben hat! Seinen Artikel habe ich mit einigen „Links in die Urzeit“ versehen, die einen Eindruck geben, wie Vernetzung in den frühen Jahren stattfand.
  • Streamst Du schon oder bloggst Du noch? fragt Hannelore Vonier auf Rette sich, wer kann. Mir ist das „Streamen“ vielfach zu heftig, die Zerstreuungseffekte sind ja doch immens. Was aber nichts daran ändert, dass Hannelore den Trend des Webs beschreibt – lesenswert!
  • Sex, Lügen und Wahlplakate in der kleinen PR-Agentur am Rande der Stadt – für mich neben dem CDU-Plakat-Remix der beste Beitrag der Woche in Sachen Wahlkampf.
  • Das Für und Wider der urheberrechtlichen Diskussion im Zusammenhang mit dem „Heidelberger Appell“ –
    Google Buchsuche und Open Access (.pdf). Die Analyse des wissenschaftlichen Dienstes des Deutschen Bundestags kommentiert Jörg Wittkewitz auf Twitter mit den Worten: „damit ist der Appell tot!“
  • Behindert nach Aktenlage – Wie Langzeitarbeitslose aus der Statistik verschwinden– indem sie mal eben (aufgrund eines bloßen Fragebogens!) als „geistig behindert“ deklariert werden. Der Beitrag im MONITOR (ARD) erscheint mir als traurige Fortsetzung des Armutsindustrie-Themas, das ich kürzlich im Digital Diary aufgegriffen hatte.
  • Sanktionen gegen Hartz-IV-Beziehende aussetzen! Aufruf für ein Sanktionsmoratorium – angesichts dessen, was sich herrschende Kreise rund um die „Finanzkrise“ geleistet haben, wäre das das Mindeste. Aber auch „systemimmanent“ gibts dafür gute Gründe, denn ein unerträglich hoher Prozentsatz der Sanktionen erweist sich später als rechtswidrig, doch aufschiebende Wirkung hat der Kampf ums eigene Recht NICHT!

Diskussion

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Ein Kommentar zu „Die 7 WWMAG-Surftipps zum Wochenende 34/2009“.

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