Claudia Klinger am 15. Oktober 2015

Gesucht: Anfänger/innen-freundliche Provider für selbst gehostete Blogs

Immer wieder klagen Technik-affine Webworker und immer schon selbst hostende Blogger/innen darüber, dass Blogs an Bedeutung verlieren, zu wenig vernetzt seien und sich viel zu blauäugig in Abhängigkeit von großen Konzernen begäben. Auch ich finde es nicht toll, dass z.B. viele Hobby-Blogger/innen (Garten, Kochen etc.) bei Massenhostern wie Blogger.com oder WordPress.com bloggen – weil es halt einfach ist und man sich mit „technischem Zeugs“ kaum befassen muss.

Deshalb suche ich hier Einsteiger-freundliche Provider, die

  • ihre Plattformen anfänger-kompatibel gestaltet haben
  • im Zweifel auch mal Fragen beantworten,
  • ohne viel Fachjargon ahnungslose Anfänger in die Lage versetzen, ein WordPress-Blog zu starten.
  • Optimal wäre, wenn es sogar Hilfestellung zum Umzug eines vorhandenen Blogs geben könnte!

Inspiriert zu dieser Suche wurde ich durch Diskussionen über die bessere Vernetzung von Blogs mittels neuer Module, die vielerorts immer wieder geführt werden – oft auf einem technischen Niveau, von dem „einfache Blogger“ nicht mal träumen. Meist setzen die angedachten Lösungen selbst gehostete Blogs voraus, was natürlich optimal wäre, aber den Realitäten nicht entspricht.

Schritt 1 ist für mich also: Erstmal mit gutem Gewissen Provider empfehlen können, die den Einstieg ins Selbst-Hosting leicht machen. Ob es solche gibt?

Ihr seid also eingeladen, empfehlenswerte Provider zu benennen und zu rühmen, auch diese selbst können sich natürlich gerne melden und in den Kommentaren verewigen!

Diskussion

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9 Kommentare zu „Gesucht: Anfänger/innen-freundliche Provider für selbst gehostete Blogs“.

  1. Hmmm … das ist schwierig … ich selber kann da nur die Domainfactory empfehlen, aber selbst das nicht ruhigen Gewissens angesichts der „Anfänger“-Anforderung. Dort kann immerhin über das Backend ein WordPress automatisch installieren lassen. Aber auch das muss man erstmal finden und die richtigen Infos angeben.

    Danach sollte sich das WordPress eigentlich selbstständig updaten, oder manuell durch die Nutzer updaten lassen. Sollte dabei mal was schiefgehen haben die Backups, die man anfordern kann. Auch gibt es dort einen relativ fähigen Support.

    Und bei den wenigen Malen, die ich bei denen im Forum rumgeschaut habe, waren da auch alle sehr nett und hilfsbereit.
    Ich habe sogar schon mal Mails von denen bekommen, dass bestimmte WordPress-Installtionen in meinem Setup veraltet sind.

    Aaaber … die sind weder ein spezieller Blog-Hoster (geschweigedenn WordPress-Experten), noch sind die ausgezeichnet anfängerfreundlich, leider. Die richten sich schon in erster Linie als Leute, die viel selber können.

    Ich schaue mich aber mal noch um.

    Ach ja: Einen exzellenten Ruf als „der nette“ Hoster haben die Jungs und Mädels von Uberspace. Aber die richten sich eigentlich noch mehr an Entwickler.

  2. @ben: danke!

    Leider ist Uberspace wahrlich nicht Anfängerfreundlich, bzw. sie wenden sich explizit an Menschen, die intensiv das Technische lernen und selbst beherrschen wollen! Ich sag nur UNIX-Commandos, Telnet auf der Shell etc…. absolut NICHTS für Technik-ferne Menschen, die eigentlich nur bloggen wollen.

    Selbst ich, die ich seit Urzeiten selbst hoste, hab mich gefragt, warum ich mir das antun sollte und bin nach kurzem Testing (für ein neues Blog) abgesprungen. Nichtsdestotrotz sind das tolle Leute, nur die Zielgruppe, die mir vorschwebt, ist da komplett falsch!

    Was die Anforderungen angeht:

    Ich denke, so ein Angebot mit höherem Aufwand für die Dienstleister darf auch – zumindest in der Startphase – mehr kosten. So eine einmalige Umsteiger/Einsteiger-Pauschale oder so fände ich durchaus angemessen.

  3. Ja, leider. Ubersprace wäre eher so ein Kandidat für einen Hoster, der sich vielleicht in die Richtung entwickelt.

    Es gibt noch die Jungs von „Wir lieben WordPress„. Da weiss ich nicht genau, wieviel man da können muss. Und deren kleinstes Paket geht bei 69 Euro/Monat los. Das ist ja auch nicht gerade anfängertauglich, leider.

  4. Weil ich ja Teil einer kleinen Firma bin, die sowas theoretisch anbieten könnte, wenn sie denn wollte frage ich mal etwas nach: Was erwartest Du denn von so einem Anfängerhoster (natürlich ausgenommen der Sachen, die Du oben schon erwähnt hast)?
    Würdest Du beliebige Plugins / Themes installieren können wollen?
    Würdest Du selber (S)FTP-Zugang haben wollen?

  5. Ich denke, ich würde das Baukasten-mäßig aufbauen, vom Einfachen zum Komplexeren – immer als Optionen (und falls das nicht ganz marginalen Einzelfall-Aufwand macht, auch mit entsprechenden Pauschalen).

    Das A&O wären verständliche Texte, die vermitteln, was da passiert bzw. möglich ist – und zum Start ein „Umzugsangebot“, bei dem man es (gegen moderate Bezahlung) übernimmt, das ganze Blog vom Massenhoster umzuziehen und zum Laufen zu bringen.

    Bei „Neublogs“ würde ich einige wenige Standardthemes vorinstallieren – in verschiedenen Stilen (mit/ohne Sidebar, klassisch „im Kasten“ und modern/raumgreifend), natürlich alle responsive. In Maßen individualisierbar per Headerbild, Logo, Namenszug etc.

    Wer dann mehr will, kriegt FTP und soll machen – verbunden mit wiederum klaren Erläuterungstexten zu den Unwägbarkeiten unbekannter Themes (und Angebot zur bezahlten Assistenz, also in Kooperation mit Webworkern, die Bock auf sowas haben).

    So in etwa…

    Ein extra Kapitel, warum wohl viele bei Blogger.com und WordPress.com et al bleiben: da gibts Vernetzungstools, die beim Selbsthosting nicht vorhanden sind, bzw. deren Ersatz man sich erst basteln müsste. RSS-Widgets in der Sidebar, und vor allem „Blogs folgen“ – das ist eben sehr einfach in einem Wallet Garden.

    Zu dem Thema müsste man mal bisschen Marktforschung machen!

  6. Lustigerweise just heute über diesen gesponsorten Post bei den Pressengers gestolpert, der Mittwald-Medien featured …

    Zur vorherigen Frage: Danke für die weiteren Einsichten. Das ist ja überschaubar. Dann noch eine Frage: Was würdest Du denn für einen realistischen Preisrahmen für sowas halten?

  7. Dafür würde ich wie gesagt Marktforschung machen – also eine Umfrage, die von mehreren Blogs unterstützt werden sollte.

    Und man müsste wissen, wie hoch der tatsächliche Aufwand ist, ein Blog von Blogger.com umzuziehen! Da stellt sich ja auch schnell Routine ein…

    Für den reinen Umzug und zum Laufen bringen sollte der Betrag m.E. unter 100,- bleiben – irgendwas zwischen 30 und 85, oder so… ist aber nur mein Bauchgefühl und im Web wir sowas deutlich teurer angeboten.

    In der Pflege könnte man einen Normaltarif und einen Pflegetarif anbieten, der etwas teurer pro Monat ist, dafür werden aber die Plugins aktuell gehalten. Die WP-Erneuerung kann man ja eh auf „automatisiert“ einstellen.

  8. Hallo Claudia,
    vor 4 Jahren habe ich mich entschlossen von meinem wordpress.com Blog zu wordpress.org -selbst gehostet- umzusteigen. Ich bin bei Host Europe. Das Aufsetzen des WP Blogs ist dort quasi integriert. Mit einer hervorragenden Anleitung von Alex Schiebel (WordPress Installation – You Tube) ist das gut zu schaffen. Ich habe seither noch 3 Blogs zum Experimentieren gestartet (nicht aktiv betrieben) und lerne zwar immer noch was dazu, komme aber damit gut zurecht. Ich habe keine Links eingefügt zum YouTube Video, findet aber jeder wenn er den Klammertext eingibt.

  9. […] Einen „anfängerfreundlichen Provider für selbst gehostete Blogs“ – braucht es das? Nachdem wir INCONET’ler unsere „Kundentour de Suisse“ am vergangenen Freitag beendet haben und heute den ersten Tag wieder im Büro sind, habe ich diesen Beitrag von Claudia Klinger in meinem RSS-Reader entdeckt: Gesucht: Anfänger/innen-freundliche Provider für selbst gehostete Blogs […]