Claudia Klinger am 19. Juli 2007

Webwriting-Magazin startet neu

Es geht los: Seit zwei Wochen dümpelt diese aktuelle WordPress-Installation vor sich hin und ich grüble über ein passendes Design, anstatt zu schreiben! Wie ich nicht zum ersten Mal merke, ist das für mich der falsche Weg. Die Ansprüche ans eigene Werk wachsen allzu schnell in den Himmel. Ich versuche, sämtliche möglichen Bedürfnisse der Zukunft schon gleich mitzubedienen: super-schön soll es außerdem sein, sich deutlich abheben von anderen Blogs, dazu ergonomisch perfekt und barrierefrei bis zum Anschlag…. – nö, das lasse ich jetzt und fange einfach an! Soll doch die Welt ruhig mitbekommen, wie das Blog aus unscheinbaren Anfängen heraus immer besser und schicker wird! Das macht auch mehr Spass, denn es wird Anregungen, Wünsche und Kritik geben, die mich motiviert und am Ball hält.

Wieso Neustart?

altes Logo des Webwriting-MagazinsDas Webwriting-Magazin gibt es schon seit 2001, seine aktive Phase währte bis 2003. Zusammen mit Michael Charlier, mit dem ich dann auch die „Mailingliste CSS-Design“ gründete, schrieb ich über Netzkultur, Webdesign, und alles, was mich rund ums Web bewegte. Das WWMag kam gut an, doch wurde es noch „händisch“ verfasst und Updates gab es nur in langen Abständen. Michael entwickelte sich dann zum erfolgreichen CSS-Experten, während mein Interesse an dem, was unter der Haube vor sich geht, eher zurück ging: Ja, es ist wichtig, zeitgemäßen guten Code zu schreiben, doch will ich es nur können, nicht immer wieder drüber schreiben.

Während wir unsere unterschiedlichen Wege beschritten, wurde das Webwriting-Magazin zur „Webleiche“, da wir die noch immer zahlreichen Besucher, die manch altes Tutorial nutzen, nicht frustrieren wollten. Auch jetzt lasse ich die alten Seiten noch ein wenig stehen und werde nach und nach schauen, was davon erhaltenswert ist und was nicht.

Nicht nur für Insider

Dieses funkelnagelneue Blog wird die Tradition des alten Mag fortsetzen und eine auch für nicht so netz-affine Menschen verständliche Sprache sprechen. An meinen Webdesign-Klienten merke ich, wie abschreckend der Jargon der Blogosphäre sein kann: Menschen, die über viel Lebenserfahrung und tolle Fähigkeiten verfügen, also kein Problem damit haben, substanzielle Inhalte zu publizieren, stehen manchmal da wie der sprichwörtliche „Ochs vor’m Berg“, wenn sie auf der Suche nach verständlichen Anleitungen und Tipps mit exzessivem Szene-Kauderwelsch konfrontiert werden.

Für mich ist das Ansporn und Herausforderung zugleich: werde ich es schaffen, einerseits den „ganz normalen Menschen“ mit seinen Publikationsbedürfnissen anzusprechen, andrerseits auch Themen und Blickwinkel zu bringen, die erfahrene Blogger/innen interessieren, weil sie nicht das schon x-mal Geschriebene wiederkäuen?

Die Zukunft wird es zeigen – ich werde mein Bestes tun!

Diskussion

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2 Kommentare zu „Webwriting-Magazin startet neu“.

  1. […] dem Neustart des Webwriting-Magazins kehre ich zurück zu meinen virtuellen Wurzeln, denn auch mein allererstes […]

  2. Für einen Neu-Blogger und manchmal schreibwütigen ein interessantes Blog, das viel Neugierde weckt zum Wiederkommen;-)