Claudia Klinger am 12. September 2009

Wie ein Blogger versucht, „Premium Content“ zu vermarkten

Ich staunte nicht schlecht, als ich über eine Meldung des Twitterers welli103 auf dem Blog nichemediacontent.com landete. Als „new blogpost“ war der alte Song von Percy Sledge „When a man loves a woman“ angekündigt, doch das Blog zeigte sich durch einen vorgeschalteten „Vorhang“ verdunkelt, auf dem man in Kenntnis gesetzt wird, es handle sich um „PREMIUM CONTENT“.

premium-content

Man hat nun also die Wahl, welche der angebotenen Umfragen und Gewinnspiele man mitmachen möchte, um dann das Video sehen zu können. Halbe Sachen funktionieren nicht: nur vollständiges Ausfüllen der Fragebögen mit jeder Menge marketing-relevanter Abfragen öffnet das Türchen zum „Premium Content“.

Was ich natürlich nicht gemacht habe. Schließlich kann ich den Song auch auf YouTube anhören!

Wie findet Ihr diese Masche? Gäbe es einen „Premium Content“, für den Ihr die Umfragen mitmachen würdet?

Diskussion

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6 Kommentare zu „Wie ein Blogger versucht, „Premium Content“ zu vermarkten“.

  1. Manche versuchen es halt auf jede erdenkliche Weise. Für mich ist eher die Absonderung meiner abstrusen Gedanken entscheidend :D

  2. Mit deaktivertem JavaScript resp. NoScript sieht man diesen Premium-Content sofort … Diese Art von „Werbung“ hat etwas von den nervigen Layerads und lässt mich definitiv die Seite nicht ein weiteres Mal besuchen.
    Es wirkt gar lächerlich, solche Blogposts als Premuim-Content oder gar „Content“ an sich zu bezeichnen.

  3. Absolut abschreckend. Sowas funktioniert eventuell bei halbseidenen und illegalen Inhalten. Da gehen die Interessenten ja wohl auch mehrmals durchs Fegefeuer, um ans Ziel zu gelangen. Aber eine ernsthafte Möglichkeit und eine langfristige Strategie für seriöse Inhalteanbieter sehe ich darin nicht.

  4. Tja, in diesen schweren Zeiten sucht halt so mancher nach etwas eigenartigen Einnahmequellen … ;-)

  5. Ach du meine Güte … das wirkt auf mich so seriös, wie diese Layer, bei denen man nicht einmal das „x“ zum Schließen findet. Da habe ich schon genug und klicke weg. Möglich, dass das bei ein paar Usern funktioniert. Aber Freunde macht man sich damit wohl eher nicht.

  6. Mir sind die Teile auch schonmal begegnet. Peinlich ist, dass sich das ganze so lächerlich simpel abschalten lässt. (Wenn nicht gerade per No Script, dann setzt man das Element mal eben auf hidden.)

    Traurig aber, dass Leute überhaupt auf den Trichter kommen ihren „Content“ so zu vermarkten …